29. Juni 2010: Warum ich Weltnetz.TV unterstütze
Liebe Freunde!
Ich muss gestehen, dass mein Mitteilungsbedürfnis nach dem Tod meines Managers Manfred sehr eingeschränkt gewesen ist. Dazu kamen Dreharbeiten und die Tour mit Hannes - und so ging ich innerlich wie äußerlich schwer beschäftigt in diesen Sommeranfang.
Hinweisen möchte ich Euch aber heute auf ein neues Projekt namens Weltnetz.TV. Es handelt sich um einen Internet-Sender, der unterdrückte Nachrichten öffentlich machen, mediale Hetzkampagnen entlarven und kritische Ansätze und Widerstand publik machen möchte.
Wie Ihr Euch denken könnt, haben die Initiatoren von Weltnetz.TV mit diesem Ansatz bei mir offene Türen eingerannt, zumal mit Albrecht Müller, Diether Dehm, Daniela Dahn, Florian Kirner und Andrea Ypsilanti einige mir sehr sympathische und wichtige Menschen mit von der Partie sind. Und die hermetische Kontrolle einiger Medienkonzerne über den globalen Informationsaustausch muss ja auch endlich einmal ein Ende haben.
Aber lest selbst, was Weltnetz.TV vorhat und sein will.
bis bald
Euer Konstantin
Weltnetz-TV - Was wir wollen
Auch ein langer Marsch beginnt mit einem ersten Schritt.
Chinesisches Sprichwort
Eine andere Welt wird nur möglich sein, wenn wir andere Medien haben.
Die derzeitigen Massenmedien, insbesondere die großen privaten Fernsehsender, sind eine Propagandamaschine des Neoliberalismus, ein Entpolitisierungsapparat durch billige Unterhaltung, eine Kolonialisierung der Vernunft.
Die meisten Menschen bilden sich aber ihre Meinung durch Fernsehen. In der Schlacht um das öffentliche Weltbild hat es mehr Macht als Armeen. Deshalb gehen immer mehr private Interessengruppen, mehr oder weniger verquickt mit Regierungen, dazu über, sich ihren eigenen Sender zu installieren. Sechs große Medienkonzerne beherrschen den Weltmarkt der bewegten Bilder. Der größte von ihnen ist Time Warner. Dieser Konzern besitzt Film- und Musikproduktionen, Verlage, und – das Wichtigste – CNN.
Wenn es nicht gelingt, die mediale Hegemonie des Neoliberalismus und Neomilitarismus zu brechen, werden diese Kräfte ihren vermeintlichen Siegeszug ungehindert weitertreiben.
Die globalternative Bewegung braucht die Macht, ihre eigenen Themen auf die TV-Agenda zu setzen. Denn: Was nicht auf dem Sender ist, ist nicht. Die Idee, oder sagen wir der Traum, dass die Bewegung ihren eigenen, globalen Fernsehsender haben wird, klingt sehr utopisch. Aber bekanntlich muss man das Unmögliche fordern, um das Mögliche zu erreichen.
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