• de
  • en
Weltenbrandtour 2019 Wecker

Flammende Appelle für mehr Menschlichkeit

26.07.2019

München. Der Titel klingt düster, doch das Programm macht Mut. Und tut ganz einfach gut. Noch bis Ende des Jahres ist der Liedermacher Konstantin Wecker auf „Weltenbrand“-Konzertreise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Und dies nicht nur zur Freude der Besucher. Auch die Medien sind voll des Lobes und schlicht begeistert von den Abenden, an denen der Münchner mit dem Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie - unter der Leitung von Mark Mast - Lieder präsentiert, die er im Lauf von vier Jahrzehnten komponiert hat. Angegraut ist kein einziger Ton davon. So schreibt die Mainpost in Würzburg: „Alles frisch, alles wie neu und noch immer gültig. Und mit dem kleinen Orchester mal rasant, mal rockig, mal sinnlich, mal tänzerisch, mal mächtig und wuchtig arrangiert.“ Für die Stuttgarter Zeitung geht das Kammerorchester mit Schmiss und Schmalz und Swing zu Werke und „ergänzt sich mit der vierköpfigen Wecker-Band um Pianist Jo Barnikel zu einem Klangkörper, der sich auf Klassisches und Karibisches ebenso gut versteht wie auf nahöstliche Töne und mitunter sogar ganz schön rockt. Mehr noch: Weckers Liedtexte, in Versmaß, Wortgewalt, Sprachmelodie und -rhythmik noch immer maßstabsetzend für die deutsche Songpoeten-Szene, erblühen durch dieses so klangfarbenreiche wie kulturenvielfältige Ensemble aus fast aller Herren Länder erst zu ganzer Blüte, kommen ihrem Wesen so nah wie selten.“
Das Onlineportal InFranken.de fasst das Konzerterlebnis auf Schloss Eyrichshof mit den Worten zusammen: „Bei aller Wut, aller Empörung und aller Rebellion, die nach wie vor in Weckers Liedern stecken, ist es ein Konzertabend voller Empathie und Zuneigung. Vom Publikum für den Künstler und das Orchester, von Konstantin Wecker für sein Publikum.“
„Ewig stark in Stimme und Haltung“
Die Niederrösterreichischen Nachrichten berichten über das Konzert in Tulln: „Konstantin Weckers Texte zum Niederknien und die imposanten klassischen Klänge der Bayrischen Philharmonie gaben dem Donaubühnen-Publikum immer wieder Anlass zu lang anhaltendem Zwischen-Applaus.“ Für die OÖ Nachrichten war „die Stimme des Liedermachers von jener Qualität, mit der der Münchner seit jeher aufhorchen lässt: klar, von Charakter, wie seine Haltung.“ Sie schreibt unter dem Titel „Ewig stark in Stimme und Haltung“ über das Konzert in Linz: „Auch Weckers Zorn auf all das, was sich gegen seine Werte richtet, hat nicht nachgelassen. Vor gut 2300 Zuhörern auf dem Platz vor dem Linzer Mariendom richtete er das Wort, mit dem er auf vielen Ebenen so blendend umgehen kann, gegen Nationalismus, Machtgeilheit, Fremdenhass und ökonomische sowie ökologische Niedertracht. Dem Programmtitel „Weltenbrand“ entsprechend waren es flammende Appelle für die Humanität, die sich – und das wäre wohl keinem lieber als Wecker selbst – wahrscheinlich noch lange nicht überholen werden. Fazit: Ein Konzert, das Mut macht.“

 

zurück