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Die Antwort auf Krieg

20.11.2019

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

nach mehr als zehn Jahren haben nun in München erstmals wieder Bundeswehrsoldaten ein öffentliches Gelöbnis abgelegt.

Alles, was den Militarismus wieder in den Vordergrund rückt und salonfähig macht, ist mir suspekt, denn, wie Kurt Tucholsky so treffend formuliert hat: „Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg.“ 

Meine Stellungnahme gegen dieses militärische Schauspiel gefiel dem CSU-Generalsekretär Markus Blume wohl nicht:

"Die Diskreditierung unserer Soldatinnen und Soldaten, die für unsere Werte den Kopf hinhalten, ist unerträglich…. Wer ein offizielles Gelöbnis mit neuem Militarismus in Verbindung bringt, dem scheint es die Sinne vernebelt zu haben.“

Nun erlaube ich mich zu fragen, wem was denn nun die Sinne vernebelt?

Immer wieder versuche ich darauf hinzuweisen, dass wir die Deutungshoheit der Worte nicht den Herrschenden überlassen dürfen.

Seit Jahrhunderten versuchen sie uns einzutrichtern, dass Waffen Frieden schaffen und Militarismus und der dazu gehörige bedingungslose Gehorsam notwendig sei für eine friedliche Welt.

Wie „friedlich“ die Welt ist, können ist wir ja sehen, wenn wir es wagen, nur ein bisschen über unseren Tellerrand zu blicken.

Wie viele großartige DenkerInnen und DichterInnen haben uns spätestens nach dem Ersten Weltkrieg nicht davor gewarnt uns die Sinne von diesen angeblich so klar denkenden, ach so vernünftigen Politikern und Generälen vernebeln zu lassen?

Die Gelöbnisse sollen dazu dienen, in der Bevölkerung Verständnis für die Kriegseinsätze der Bundeswehr zu erzeugen. 

Ich möchte aber genau das Gegenteil erreichen.

Die Rekruten geloben „das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“. Das ist schon lange nichts anderes als reine Propaganda. Die aktuellen Kriege werden alle aus wirtschaftlichen Interessen und um die militärische Sicherung von Ressourcen geführt. 

In dieser Zeit müssen wir alle unsere Stimme erheben, gegen den Wahn, Kriege zu führen, Menschen zu töten und ganze Regionen zu verwüsten.

Die Antwort auf Krieg kann nur die Gewaltlosigkeit sein und schon gar keine Verherrlichung des Militärs, der Institution, deren vorrangiges Ziel die Entmenschlichung des Menschen ist!

 

Konstantin Wecker

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Zwei Konzerte von Konstantin Wecker am 2. und 10. Oktober 2020 

mit MusikerInnen seines Labels Sturm & Klang

 

Medienpartner

Spenden-Aufruf: Wir brauchen Eure Hilfe!

für die Streaming-Konzerte am 2.10.2020 und am 10.10.2020 jeweils um 20:30 Uhr | 

live & relive auf br.de/kultur, YouTube WeckersWelt & www.wecker.de

 

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

wir brauchen dringend eure Hilfe und deshalb bitte ich euch erneut um Unterstützung: Ihr wisst es ja alle, die Covid-19-Pandemie trifft besonders viele freie KünstlerInnen und MusikerInnen sehr hart. Leider wird es nun auch in den nächsten Monaten kaum Live-Konzerte geben können und wenn, dann nur mit wenigen ZuschauerInnen und damit sehr geringen Einkünften. Viele meiner KollegInnen wissen längst nicht mehr, von was sie in den nächsten Monaten ihre Mieten bezahlen sollen und wie es überhaupt weiter geht. Und außerdem haben wir alle eine große Sehnsucht nach unseren Liedern und unseren Fans!

Deshalb will ich gemeinsam mit vielen MusikerInnen meines Labels Sturm & Klang endlich wieder für euch spielen und singen: Am Freitag, dem 2. Oktober, und am Samstag, dem 10. Oktober 2020 jeweils um 20.30 Uhr bei zwei großen kostenlosen Streaming-Konzerten.

Mit mir auftreten werden KünstlerInnen meines Labels Sturm & Klang wie Tamara Banez, Miriam Green, Sarah Straub, Josef Hien, Vivek, Prinzessin & Rebell Erwin R. und Dominik Plangger: Sie werden alle jeweils ein Lied von mir – manchmal auch mit mir ­– und ein eigenes singen.

Ich werde erneut umsonst spielen, noch geht es bei mir: Doch für meine KollegInnen und vor allem für alle, die zum Gelingen eines Konzertes so überlebenswichtig sind wie unsere Studio- und Ton-TechnikerInnen, unsere Kameraleute und unser Team vom Regisseur bis zum Redakteur, brauche ich eure Spenden, damit wir die Unkosten und ihre Honorare, auf die sie angewiesen sind, decken können.     

Dank eurer großartigen Unterstützung konnten wir im März, April und Mai bereits drei tolle kostenlose Live-Streaming-Konzerte organisieren: Fast 325.000 Mal wurden diese drei Konzerte bisher angeschaut. Dazu kommen fast 140.000 BesucherInnen beim Live-Mitschnitt meines Willy 2020 - sie sind übrigens alle weiterhin auf wecker.de kostenlos abrufbar! Fast 70.000 € Spenden von euch haben damals unseren Studio- und TontechnikerInnen, aber vor allem auch den an den drei Konzerten beteiligten KünstlerInnen extrem geholfen, den Lockdown zu überstehen. Darüber hinaus konnten wir weitere notleidende KünstlerInnen meines Labels und humanitäre Projekt mit 27.500 € unterstützen.  

Leider wird in der aktuellen Krise vor allem wieder einmal die Luftfahrt-, Auto- und Rüstungsindustrie von unseren Steuergeldern unterstützt. Der freien und unabhängigen Kunst- und Kulturszene droht dagegen schon bald der Kampf ums nackte Überleben. Die Hilfen sind bisher meist Flickwerk. Und warum? Weil der Aufruf vieler PolitikerInnen zur „Solidarität“ leider nicht für alle gilt: Wann wird eigentlich endlich von all den vielen Immobilien-Investment-Gesellschaften und EigentümerInnen „gesellschaftliche Solidarität“ eingefordert? Während die einen ohne Einkommen immer ärmer werden, profitieren die anderen einfach weiter. Wäre es zu viel verlangt, wenn die Besitzenden bis zum Ende der Pandemie auf ihre ohnehin unverschämt teuren Mieten verzichten müssen? Das wäre eine sinnvolle Maßnahme gegen die sozialen Auswirkungen einer einzigartigen Pandemie: Wie viele Kulturprojekte, Clubs und KünstlerInnen würden diese Krise überstehen können, wenn sie nicht ihre letzten Reserven Miethaien in den Rachen werfen müssten (ich spreche nicht von privaten Vermietern, die hoffentlich schon längst ihren langjährigen Mietern von sich aus einen großzügige Mietnachlass gewährt haben)? Auch dafür wollen wir singen! 

Ich danke euch und freu mich unbandig auf unsere beiden Konzerte Anfang Oktober. Und wenn ihr uns mit einigen oder auch vielen Euros unterstützen könntet, würde uns das sehr helfen!

Euer

Konstantin

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