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heike schrieb am 12. Dezember 2023
Vielleicht empfindet es mancher als unpassend, dass ich hier noch ein weiteres Kapitel aus dem Buch "Jesus Menschensohn" von Khalil Gibran wiedergebe - aber es gefällt mir so gut, ebenso gut wie die Lieder, die Musik und die Gedanken von Konstantin Wecker. Und weil Konstantin seine Gedanken mit uns teilt, wurde er auch für mich zur Anregung der Beschäftigung mit vielen wichtigen Themen. Dankeschön an alle Utopisten und guten Menschen auf dieser Welt: "Malachias von Babylon, ein Astronom Ihr fragt mich nach den Wundern Jesu. Alle tausend mal tausend Jahre treffen sich Sonne, Mond, die Erde und alle ihre Geschwisterplaneten in einer geraden Linie. Dann beratschlagen sie einen Augenblick zusammen, bevor sie wieder auseinander treiben und darauf warten, dass wieder tausend mal tausend Jahre vergehen und sie sich für einen Augenblick wiedersehen. Kein Wunder ist größer als das der Jahreszeiten. Und du und ich, wir kennen längst nicht alle Jahreszeiten. Wie wäre es, wenn eine Jahreszeit in der Gestalt eines Menschen erschiene? In Jesus vereinten sich die Elemente unseres Körpers mit den Elementen unserer Träume. Alles, was vor Ihm außerhalb der Zeit lag, trat mit Ihm in die Zeit ein. Man sagt, dass Er Blinde sehend und Lahme gehend machte und dass Er aus Besessenen die Dämonen vertrieb. Vielleicht ist Blindheit nur ein dunkler Gedanke, den ein heller Gedanke vertreiben kann. Ein lahmes Glied ist möglicherweise nur Trägheit, die sich durch Energieübertragung beleben lässt. Und vielleicht können Dämonen, diese Unruhegeister unseres Lebens, durch Engel des Friedens und der Heiterkeit verscheucht werden. Ja, man sagt sogar, dass Er Tote ins Leben zurückrief. Wenn ihr mir sagen könnt, was der Tod ist, werde ich Euch sagen, was das Leben ist. Auf einem Feld sah ich einmal eine Eichel, ein scheinbar nutzloses und unscheinbares Ding. Als ich aber im Frühling wiederkam, hatte die... Weiterlesen
Vielleicht empfindet es mancher als unpassend, dass ich hier noch ein weiteres Kapitel aus dem Buch "Jesus Menschensohn" von Khalil Gibran wiedergebe - aber es gefällt mir so gut, ebenso gut wie die Lieder, die Musik und die Gedanken von Konstantin Wecker. Und weil Konstantin seine Gedanken mit uns teilt, wurde er auch für mich zur Anregung der Beschäftigung mit vielen wichtigen Themen. Dankeschön an alle Utopisten und guten Menschen auf dieser Welt: "Malachias von Babylon, ein Astronom Ihr fragt mich nach den Wundern Jesu. Alle tausend mal tausend Jahre treffen sich Sonne, Mond, die Erde und alle ihre Geschwisterplaneten in einer geraden Linie. Dann beratschlagen sie einen Augenblick zusammen, bevor sie wieder auseinander treiben und darauf warten, dass wieder tausend mal tausend Jahre vergehen und sie sich für einen Augenblick wiedersehen. Kein Wunder ist größer als das der Jahreszeiten. Und du und ich, wir kennen längst nicht alle Jahreszeiten. Wie wäre es, wenn eine Jahreszeit in der Gestalt eines Menschen erschiene? In Jesus vereinten sich die Elemente unseres Körpers mit den Elementen unserer Träume. Alles, was vor Ihm außerhalb der Zeit lag, trat mit Ihm in die Zeit ein. Man sagt, dass Er Blinde sehend und Lahme gehend machte und dass Er aus Besessenen die Dämonen vertrieb. Vielleicht ist Blindheit nur ein dunkler Gedanke, den ein heller Gedanke vertreiben kann. Ein lahmes Glied ist möglicherweise nur Trägheit, die sich durch Energieübertragung beleben lässt. Und vielleicht können Dämonen, diese Unruhegeister unseres Lebens, durch Engel des Friedens und der Heiterkeit verscheucht werden. Ja, man sagt sogar, dass Er Tote ins Leben zurückrief. Wenn ihr mir sagen könnt, was der Tod ist, werde ich Euch sagen, was das Leben ist. Auf einem Feld sah ich einmal eine Eichel, ein scheinbar nutzloses und unscheinbares Ding. Als ich aber im Frühling wiederkam, hatte die Eichel Wurzeln geschlagen und streckte sich zur Sonne aus; es war der Beginn eines mächtigen Eichenbaums. Sicher werdet ihr das als Wunder bezeichnen. Und solches Wundervollzieht sich tausend und abertausend Male im Schlummer jedes Herbstes und in der Leidenschaft jedes Frühlings. Warum soll es sich nicht auch im Herzen der Menschen ereignen können? Warum sollen sich die Jahreszeiten nicht treffen in den Händen oder auf den Lippen eines Gesalbten? Wenn Gott der Erde die Kraft schenkte, eine scheinbar tote Saat in ihrem Innern zum Leben keimen zu lassen, warum sollte Er dem Menschen nicht die Kraft verleihen, Leben in ein anderes Herz zu hauchen, das scheinbar tot ist? Ich sprach von jenen Wundern, die ich für gering erachte im Vergleich zu dem ungleich größerem Wunder, das dieser Mann selber ist, der meinen Unrat in Gold verwandelte, der mich lehrte, diejenigen zu lieben, die mich hassen, der meinem Leben Erquickung schenkte und meinem Schlaf die angenehmsten Träume. Das ist das Wunder in meinem eigenen Leben. Meine Seele war blind und lahm, und ich war besessen von ruhelosen Geistern, und ich war tot. Nun aber sehe ich klar und gehe aufrecht. Ich lebe in Frieden mit mir, und jede Stunde des Tages bezeuge und verkünde ich mein lebendiges Sein. Ich gehöre nicht zu seinen Jüngern. Ich bin nur ein alter Astronom, der die Felder des Kosmos in jeder Jahreszeit einmal besucht, um seine Gesetze und Wunder zu beobachten. Ich habe die Abenddämmerung meines Lebens erreicht, und wenn ich das Morgenrot meines Lebens suche, dann halte ich Ausschau nach der Jugend Jesu. Denn immer sucht das Alter die Jugend. In mir ist die Wissenschaft jetzt auf der Suche nach der Vision."... Einklappen
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