Freunde
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"Das Leben. Das Leben in seiner Gänze, Das Leben in seiner Unvollständigkeit Empfängt benachbarte Sterne, Die zeitlos sind… Und wandernde Wolken, Die ortlos sind. Und das Leben hier Stellt sich die Frage: Wie kann man ihnen das Leben wiedergeben?" Das ist ein Gedicht des palästinensischen Poeten Mahmud Darwisch. Hier ein weiteres: "Hier, an den Hängen der Hügel, im Angesicht der sinkenden Sonne und des Schlundes der Zeit nah den schattenberaubten Gärten tun wir, was Gefangene tun, tun wir, was Menschen tun ohne Arbeit: wir nähren die Hoffnung. Kein homerisches Echo hier von irgend etwas. Die Mythen pochen an unsere Türen, wenn wir sie brauchen kein homerisches Echo von irgend etwas… Hier ist ein General, der gräbt nach einem schlafenden Staat unter den Trümmern eines künftigen Troja Soldaten messen den Abstand zwischen dem Sein und dem Nichts mit dem Zielrohr eines Panzers Wir messen den Abstand zwischen unseren Körpern und der Granate mit dem sechsten Sinn ICH ODER ER so beginnt der Krieg. Doch er endet mit einer beschämenden Begegnung ICH UND ER. Die Seele steige ab, um auf ihren seidenen Füßen zu gehen an meiner Seite, Hand in Hand, wie zwei alte Freunde, die sich das alte Brot und den Kelch des alten Weines teilen, auf dass wir diesen Weg gemeinsam gehen bevor unsere Tage sich in zwei Richtungen scheiden: Ich gehe ins Jenseits, sie aber hockt, die Arme um ihre Beine geschlungen, auf einem hohen Felsen Die Belagerung macht mich von einem Sänger zu einer sechsten Geigensaite"
"Das Leben.
Das Leben in seiner Gänze,
Das Leben in seiner Unvollständigkeit
Empfängt benachbarte Sterne,
Die zeitlos sind…
Und wandernde Wolken,
Die ortlos sind.
Und das Leben hier
Stellt sich die Frage:
Wie kann man ihnen das Leben wiedergeben?"
Das ist ein Gedicht des palästinensischen Poeten Mahmud Darwisch.
Hier ein weiteres:
"Hier, an den Hängen der Hügel, im Angesicht der sinkenden Sonne
und des Schlundes der Zeit
nah den schattenberaubten Gärten
tun wir, was Gefangene tun,
tun wir, was Menschen tun ohne Arbeit:
wir nähren die Hoffnung.
Kein homerisches Echo hier von irgend etwas.
Die Mythen pochen an unsere Türen, wenn wir sie brauchen
kein homerisches Echo von irgend etwas…
Hier ist ein General, der gräbt nach einem schlafenden Staat
unter den Trümmern eines künftigen Troja
Soldaten messen den Abstand zwischen dem Sein
und dem Nichts
mit dem Zielrohr eines Panzers
Wir messen den Abstand zwischen unseren Körpern
und der Granate mit dem sechsten Sinn
ICH ODER ER
so beginnt der Krieg.
Doch er endet mit einer beschämenden Begegnung
ICH UND ER.
Die Seele steige ab,
um auf ihren seidenen Füßen zu gehen
an meiner Seite, Hand in Hand, wie zwei alte Freunde,
die sich das alte Brot
und den Kelch des alten Weines teilen,
auf dass wir diesen Weg gemeinsam gehen
bevor unsere Tage sich in zwei Richtungen scheiden:
Ich gehe ins Jenseits, sie aber hockt,
die Arme um ihre Beine geschlungen,
auf einem hohen Felsen
Die Belagerung macht mich von einem Sänger
zu einer sechsten Geigensaite"... Einklappen